Das ist die Schlüsselstelle beim Singapur-GP
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Sebastian Vettel touchiert bei der 2. Traininingseinheit zum Großen Preis von Singapur die Wand. Sein Ferrari-Teamkollege ist schneller als Lewis Hamilton.

Sebastian Vettel holte Schwung für sein Schicksalsrennen in Singapur - und landete gleich zum Auftakt scheppernd an der Leitplanke.

Der Ferrari-Star hat beim so wichtigen Nacht-Grand-Prix einen denkbar schlechten Auftakt in das Wochenende hingelegt. Schon früh im zweiten Training erwischte er mit der Hinterachse die Streckenbegrenzung, musste seinen Boliden abstellen - und tatenlos zusehen, wie Konkurrent Lewis Hamilton einen beeindruckenden Start hinlegte.

"Das war ein bisschen mehr als ein Kuss für die Mauer", sagte Vettel mit Galgenhumor: "Es ist nicht gut, wenn so etwas passiert. Man lotet eben das Limit aus, aber da kam die Wand schneller als erwartet."

Weltmeister und WM-Spitzenreiter Hamilton hatte als Tageszweiter nur elf Tausendstelsekunden Rückstand auf Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen. Der Finne war beim ersten Auftritt seit der Verkündung seines Zwangsabschieds von Ferrari zum Saisonende schnellster Mann. Allerdings präsentierte sich das rote Auto noch nicht so überlegen wie zuvor erwartet - von deutlichen Nachteilen, wie sie Mercedes in den vergangenen Jahren auf dem kantigen Stadtkurs hatte, war zumindest am Freitag nichts zu erkennen.

Vettel 30 Punkte hinter Hamilton

Vettel braucht am Sonntag (Formel 1: Der Große Preis von Singapur am Sonntag ab 14 Uhr im LIVETICKER) unbedingt einen Sieg, damit seine Titelhoffnungen nicht schon zu Beginn des Saisonendspurts schwinden. Hamilton geht mit einem Vorsprung von 30 WM-Punkten auf den Deutschen in das 15. von 21 Saisonrennen.

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Das Red-Bull-Duo Max Verstappen und Daniel Ricciardo hatte auf den Plätzen drei und vier indes schon einen Rückstand von mehr als einer halben Sekunde, auch Valtteri Bottas im zweiten Mercedes fiel als Fünfter etwas ab. Vettel baute den Unfall schon bei seiner ersten Qualifying-Simulation, eine wirklich vergleichbare Zeit stand für ihn daher nicht in der Liste, er wurde Sechster.

Vor dem Crash hatte er lediglich etwa halb so viel Zeit auf der Strecke verbracht wie die Konkurrenz. Die Reparatur-Arbeiten an seinem Auto waren in der Folge umfangreich, gut möglich, dass der SF71H einen Getriebeschaden davongetragen hat. Da es sich um ein "Freitagsgetriebe" handelt, droht allerdings keine Strafe.

 Auch die ersten Eindrücke vor dem Unfall hatten Vettel noch nicht zufrieden gestellt. "Wir müssen noch an der Balance feilen und ein bisschen Tempo finden", sagte er: "Da fehlt mir jetzt natürlich ein wenig Zeit. Aber ich habe im dritten Training ja noch die Gelegenheit, mich vorzubereiten."

Auch Leclerc baut Crash

Nico Hülkenberg kam vor seinem 150. Grand-Prix-Start zunächst nicht über den zehnten Platz hinaus. Der Renault-Pilot lag dabei auch recht deutlich hinter seinem Teamkollegen Carlos Sainz jr., der Siebter wurde. Vettels künftiger Stallrivale Charles Leclerc hatte die erste Session seit Bekanntgabe seines Wechsels zu Ferrari mit einem Crash beendet, letztlich landete der 20-Jährige aus Monaco im Sauber auf dem 14. Platz.

 

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