Ex-Berater: Deshalb platzte Lewandowskis Wechsel zu Real
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München - Robert Lewandowski erklärt, warum er den FC Bayern München zwischenzeitlich verlassen wollte - und nennt neue Details zu seinem Berater-Wechsel.

Wollte er weg vom FC Bayern München? Einen Transfer erzwingen durch gezieltes Stiften von Unruhe?

Robert Lewandowski hat den Rekordmeister im Laufe des Jahres mehrfach in Atem gehalten.

Nun geht der Stürmer - ebenfalls nicht zum ersten Mal - mit einem Interview in seiner polnischen Heimat wieder an die Öffentlichkeit und erläutert seine Sicht der Dinge, auch in Bezug auf seinen Berater-Wechsel von Cezary Kucharski zum umtriebigen Pini Zahavi.

Einerseits versichert er in einem Gespräch mit Sportowe Fakty, dass die Bayern bis zu seinem Vertragsende 2021 nicht um seine Loyalität fürchten müssen. Andererseits bringt er aber doch wieder ein paar Nachtritte an.

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Lewandowski beklagt "seltsame Politik" des FC Bayern

"Ich hatte einige Angebote von verschiedenen Vereinen", sagt Lewandowski: "Als ich festgestellt hatte, dass eine seltsame Politik betrieben wird, entschloss ich mich dazu, offen über die Angebote zu sprechen. Ich habe damit signalisiert: Wenn so vielen Leuten bei mir was nicht passt, kann ich auch gehen."

Das Kuriose dabei: "Ich wusste aber, dass die Antwort - egal, bei welchem Angebot - heißen wird: 'Nein, nein und nein.'" Dennoch sah er sich genötigt, den Mund aufzumachen: "Mir hat bei Bayern einiges nicht gepasst und ich musste das ansprechen."

Im gleichen Atemzug betont Lewandowski allerdings: "Ich fühle mich hier aber gut, von einer Enttäuschung kann ich nicht sprechen. Ich bin bei einem der größten Klubs der Welt." Der Angreifer hält fest, die "weltweite Popularität" der Bayern sei "geringer" als die anderer Klubs. Aber: "Wäre ich hier nicht glücklich, hätte ich ein Problem. Ich werde weiterhin für die größten Ziele kämpfen."

Lewandowski hatte bereits im August in der Sport Bild enthüllt, dass er sich im Frühjahr mit Angeboten anderer Klubs beschäftigt hätte, weil er sich von Bayerns Bossen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß nicht wertgeschätzt fühlte. Er habe sich dann aber doch von einem Verbleib überzeugen lassen, unter anderem vom neuen Coach Niko Kovac.

Berater-Wechsel zu Zahavi angeblich früher als bekannt

Nicht wenige Szenebeobachter werten das anders: Lewandowskis Berater-Wechsel von Kucharski zum Israeli Pini Zahavi, als Macher großer Deals bekannt, war als Versuch interpretiert worden, die Chancen auf einen Transfer zu einem großen Klub zu verbessern - was sich nach seiner schwachen Leistungen in der heißen Champions-League-Phase und bei der WM 2018 dann wohl zerschlagen hätte.

Auch hier erzählt Lewandowski die Geschichte nun anders: "Ich habe den Berater nicht ausgetauscht, um zu wechseln. Ich habe mich in München schon immer gut gefühlt. Der Wechsel des Beraters geschah nicht plötzlich, sondern wurde schon anderthalb Jahre zuvor vollzogen."

Im Februar waren in Polen erste Berichte über den Berater-Wechsel aufgetaucht.

Kucharski selbst hatte erst kürzlich im Gespräch mit SPORT1 zur Trennung erklärt: "Die Haltung zum Geld wurde bei der Unterzeichnung des letzten Vertrags mit Bayern zum Problem."

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