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Michael van Gerwen gewann zum vierten Mal den World Grand Prix
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Van Gerwen triumphiert in Dublin
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"Bronzed Adonis" düpiert Weltmeister - Suljovic glänzt
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Hopp bei Debüt früh raus - Top-Stars souverän
Update Max Hopp scheidet bei seiner Premiere beim Darts World Grand Prix in der ersten Runde aus. Dave Chisnall ist zu stark. Van Gerwen und Anderson eilen weiter. mehr »

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Darts erfreut sich in Europa immer größerer Beliebtheit. Die Ursprünge des Dartsports reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Als Mutterland des Darts gilt Großbritannien, doch auch in Deutschland wird das Spiel immer populärer.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zum Darts, seiner Geschichte, der Entwicklung, der wichtigsten Events und Regeln.

Geschichte des Darts

Über die genaue Entstehung des Darts gibt es viele Vermutungen. Einige glauben, die ersten Darts waren abgebrochene Pfeilspitzen, die man auf die Böden von Weinfässern geworfen hat. Andere sehen Armbrust-Pfeile als Vorläufer der modernen Darts. Nach Keith Turner sind Darts pfeilähnliche Waffen, die bereits vor 2.400 Jahren entstanden sein sollen. Der Begriff "Darts" kommt aus dem Französischen.

Der Dartsport entstand dagegen mit großer Wahrscheinlichkeit in der Zeit von 1860 und 1898. Im Jahr 1898 wurde in den USA ein Patent für die Papierflights (Flügel am hinteren Ende des Pfeils zur Stabilisierung des Flugverhaltens) angemeldet.

1896 soll sich der britische Zimmermann Brian Gamlin die Einteilung der Zahlenfelder auf der heutigen Darts-Scheibe (engl. Dartboard) ausgedacht haben. Im Jahr 1973 wurde mit der British Darts Organisation (BDO) der erste Profiverband im Dartsport gegründet. Die erste Darts-WM fand im Jahr 1978 statt.

1992 kam es zu einem großen Bruch in der BDO. 16 Spieler, darunter Rekordweltmeister Phil Taylor, schlossen sich zusammen und gründeten einen eigenen Profi-Verband, das World Darts Council, das später in Professional Darts Corporation (PDC) umbenannt wurde.

Die erste PDC-Weltmeisterschaft fand im Jahr 1994 statt. Heute ist die PDC populärer als die BDO und hat auch die höheren Preisgelder.

Gegenwart des Darts 

Das Highlight jeden Darts-Jahres ist die PDC Weltmeisterschaft. Diese findet gegen Ende eines Jahres im Londoner Alexandra Palace, dem "Ally Pally" statt. Besonderes Highlight sind die Fans, die mit kuriosen Verkleidungen und Gesängen eine Stimmung wie in einem Fußballstadion erzeugen.

Ein weiteres Highlight ist die Premier League Darts, eine Liga der zehn besten Darts-Spieler der PDC. Die Premier League Darts erstreckt sich über mehrere Spieltage und findet an unterschiedlichen Orten in Großbritannien statt. In den vergangenen Jahren macht die Premier League auch in anderen europäischen Ländern Station, 2018 fand auch mit Berlin zum ersten Mal ein Spieltag in Deutschland statt. Die bekanntesten Spieler aus Deutschland sind Max Hopp, Martin Schindler, Kevin Münch und Jyhan Artut.

Regeln des Darts

Es gibt zwei gängige Arten von Darts-Spielen: Steeldarts und Softdarts (E-Darts). Beim Steeldarts, welches von den Profis praktiziert wird, wird die Dartscheibe an der Wand angebracht. Die Entfernung vom Bullseye, dem Mittelpunkt der Scheibe, zum Boden muss genau 1,73 Meter betragen. Der Abstand vom Board zum Abwurfbereich (Oche) beträgt 2,37 Meter.

Beim Steeldarts dürfen die Darts nicht länger als 30,5 Zentimeter sein und nicht mehr als 50 Gramm wiegen. Ein Dart muss aus einer Metallspitze, einem Wurfkörper, einem Shaft und einem Flight bestehen.

Die gängigste Spielvariante im Darts ist das 301/501. Dabei werfen die Spieler abwechselnd auf die Scheibe und versuchen, die Zahl 301/501 auf null zu bringen. Ein Versuch besteht dabei aus drei Würfen. Die maximale Punktzahl bei einem Versuch ist 180, also der Treffer auf die dreifache 20.

Der Spieler, der zuerst genau null Punkte erreicht hat, gewinnt einen Durchgang, auch Leg genannt. Überwirft sich ein Spieler, spielt er den nächsten Versuch mit der Punktzahl des vorherigen Versuches weiter.

Bei den Profiturnieren ist 501 das gängige Format. Dabei wird meistens "Double Out" gespielt. Ein Spieler muss ein Leg mit dem Treffer eines Doppelfeldes beenden. Die Doppelfelder sind die äußeren Enden eines Trefferfeldes. Auch das Bullseye gilt als Doppelfeld.

Beim 501 ist die Mindestanzahl an Darts, die man zum Beenden eines Legs braucht, neun. Der sogenannte 9-Darter (engl. Nine-Darter) bringt dem Werfer bei großen Darts-Turnieren oft ein Bonus-Preisgeld ein und sorgt bei Fans für Ekstase.

Die Anzahl der Legs in einem Spiel oder Satz ist dabei von Turnier zu Turnier unterschiedlich. Bei der PDC Weltmeisterschaft beispielsweise wird die Anzahl der Legs, die ein Spieler für den Sieg braucht, im Laufe des Turniers immer länger.